3 pakistanische Jungs bei uns #refugeeswelcome


Posted on August 24th, by Lucie Marshall in Dankbarkeit. 68 comments

3 pakistanische Jungs bei uns #refugeeswelcome

„Es sind 3 pakistanische Jungs: 13, 17 und 20 Jahr alt. Das wäre übers Wochenende.“, informiert mich die Stimme am Telefon und ich antworte ohne nachzudenken „Ja, ich hole sie vor dem LaGeSo ab“. Und dann rutscht mir das Herz in die Hose. Gleich hole ich drei mir wildfremde Menschen ab und wir verbringen das Wochenende mit ihnen.

Marc kauft ein, unsere Nachbarn helfen uns beim Beziehen der Betten und leihen uns Matratzen, Sam räumt ohne zu murren sein Zimmer, danach malt er mit Greta, unsere Nachbarstochter  zusammen ein Schild, das sie an die Tür kleben: „Welcome in Berlin“.

Sam ist wahnsinnig aufgeregt und fragt die ganze Zeit: „Mama, wann kommen denn die Frischlinge?“ „Das heißt FLÜCHTLINGE!“, verbessert ihn Greta, „Sag ich doch! FRÜCHTlinge!“, antwortet Sam außer sich.

Die drei Jungs sind entzückend. Sie stehen am Straßenrand und winken mir zu. „Oh Gott, die werde ich nie wieder gehen lassen“, schießt es mir durch den Kopf.

Wir fahren nach Hause, sie duschen, wechseln ihre Kleidung gegen Ersatzklamotten von uns, und wir schmeißen eine Waschmaschine an. Marc kocht Butterchicken mit Reis. Die Gäste haben großartige Manieren, loben den Koch, wollen aber keinen Nachschlag.

„Okay, morgen gibt es Pizza, Butterchicken in Deutschland zu essen, ist wahrscheinlich so wie Spaghetti Carbonara in Ungarn“, sagt Marc zu mir.

Wir verständigen uns mit Händen und Füßen und Englisch. Unsere Gäste möchten gerne einen Spaziergang machen. „Hoffentlich verlaufen sie sich nicht!“, sagt Marc, dann aber setzt er nach: „Die sind von Pakistan über den Iran, von der Türkei mit dem Boot nach Griechenland, dann über Mazedonien, Serbien, Ungarn und Österreich nach Deutschland gelaufen… unwahrscheinlich, dass Berlin Mitte ein Problem für sie darstellt.“

Seit 2 Wochen engagiere ich mich immer wieder vor dem LaGeSo, bei Moabit hilft, seit einer Woche kann ich gar nicht mehr anders, als so viel wie möglich Zeit dort zu verbringen. Ob Lebensmittel verteilen oder Spenden sortieren, Hilfe wird immer benötigt. Einen Nachmittag lang sortiere ich mit anderen Helfern Kleidungsspenden. Es werden teilweise neue Klamotten gespendet, aber manchmal wird aber auch nicht nachgedacht: Das T-Shirt von einem Marathon mit dem Slogan „Lauf um dein Leben!“ zum Beispiel. „Schwierig! Was meint ihr?“, sage ich und halte das T-Shirt hoch. Wir lachen laut. Weil lachen so gut tut und erleichtert.

Mit unserem Freund Arthur fahre ich zum LaGeSo, wir haben 2 Stunden eingeplant, wir bleiben 5 Stunden. Arthur nimmt eine fünfköpfige afghanische Familie mit nach Hause: Oma, Eltern und zwei junge Männer, die ihr Glück nicht fassen können und nicht aufhören nachzufragen, ob es wirklich in Ordnung ist. Arthur ist nur am Telefon und mobilisiert seinen Freundeskreis: Wer hat Platz, wer kann wie viele für wie lange aufnehmen? Ich mache den Fahrdienst. Ich fahre eine Hochschwangere Irakerin zu Freunden, sie kann sich kaum mehr halten und sinkt aufs Bett, um dort 13 Stunden am Stück zu schlafen.

Ich fahre Flüchtlinge zu Menschen, die ohne mit der Wimper zu zucken ihre Möbel umräumen, damit noch mehr Platz ist. „Am Mittwoch kriegt meine afghanische Familie eine Unterkunft zugewiesen!“, erzählt mir eine, „dann ist mein Wohnzimmer wieder frei!“ Ich denke: „Ach gut, dann kann sie mal durchatmen.“, aber sie setzt gleich hinterher: „Dann habe ich wieder Platz für die nächste Familie!“ Menschen, die viel weniger haben als ich, teilen viel mehr mit einem so großem Herzen, dass mir der Atem stockt.

„Ich nehme die syrische Familie“, sagt Lulu, eine der mittlerweile völlig erschöpften Helferinnen von Moabit hilft und zeigt auf ein junges Ehepaar (sie schwanger) und deren Schwager. Die drei sind heute morgen angekommen. Die syrische Frau lacht, weil Arthurs Hund ihr die Reste des Couscous wegisst und ständig niesen muss, weil es ihm in der Nase steckt. „Eigentlich hatten sie noch einen dreijährigen Sohn dabei, aber der hat bei der Überfahrt auf dem Boot so viel geweint, dass die Schlepper ihn über Bord geworfen haben“, erzählt Lulu. Ich erstarre, mir schießen die Tränen in die Augen und ich muss den Brechreiz unterdrücken.

Am Abend telefoniere ich mit einer Frau, die ein Flüchtlingsheim für die minderjährigen Flüchtlinge betreut. Ich erwähne die Geschichte, ihre Antwort ist bestürzend nüchtern: „Ach, Lucie, das passiert auf jeder Bootsfahrt. Kinder, die weinen, gehen über Bord. Und die Minderjährigen kommen dann zu uns. Voller Schuldgefühle, weil ihre Familie alles verkauft hat, damit sie fliehen können, voller Sorge, weil sie nicht wissen wie es weitergeht. Und traumatisiert sowieso.“

Ich sitze an dem Abend zuhause und heule Rotz und Wasser. Es zerreißt mir das Herz. Sam schläft und wacht immer wieder auf und ich stelle mir vor wie es ist, wenn auch er ohne Mutter wäre, die ihn trösten kann. Was für ein unglaubliches Glück haben wir.

Ich weiß nicht, wie lange unsere Jungs in Berlin bleiben. Sie müssen heute wieder zum LaGeSo, aber solange nicht klar ist, was mit ihnen passiert, bleiben sie. Sie sind erschöpft, sie gehen nervlich auf dem Zahnfleisch. Sie haben alles hinter sich gelassen, das Geld reichte nur für die drei. Sie skypen mit ihrer Mutter und ihrer Oma, die uns Luftküsse zuwerfen und sich unter Tränen bedanken, dass wir uns um sie kümmern. Wie würde es mir wohl gehen, wenn Sam fliehen müsste? Und das Geld nur für ihn reicht. Ich sehe das Haus in dem sie gewohnt haben. Es ist ein wirklich schönes Haus, keine Baracke. Der Großteil der Flüchtlinge, die es bis nach Deutschland schaffen, sind gut ausgebildet und kommen aus der Mittelklasse. Wir kriegen hier sowieso die Creme de là Creme. Und was machen wir daraus? Nichts.

Dieses Wochenende mit unseren Gästen ist eine riesige Bereicherung. Nicht nur, weil sie mit Sam und Greta im Hof Wikinger spielen und sich für die Kinder zum Horst machen und es lieben. Teilen macht glücklich, helfen sowieso.

Die Dankbarkeit, die uns entgegenfliegt, beschämt mich. Wir geben so wenig im Vergleich zu dem, was sie riskieren.

Ganz gleich mit wem ich spreche, jeder fühlt sich durch seine Gäste nur beschenkt. „Eigentlich wollte ich erst nächste Woche jemanden mitnehmen“, erzählt eine der Helferinnen, „meine Wohnung ist so irre dreckig, weil ich nur hier bin. Aber dann habe ich sie mitgenommen. Ich musste noch mal kurz weg und als ich nach Hause kam, war meine ganze Wohnung blitzblank geputzt!“

„Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist“, sagt der Dalai Lama. In diesem Sinne: Open your hearts! And your houses!

Wer spenden möchte: Bei betterplace.org wird fleißig gesammelt! Welche Projekte da unterstützt werden findet ihr hier.

#bloggerfürflüchtlinge #refugeeswelcome





68 Kommentare zu “3 pakistanische Jungs bei uns #refugeeswelcome”

  1. Heike sagt:

    Toll, einfach nur toll!

    Danke für das, was Du da gerade tust :-)

    LG
    Heike

    P.S.: Der Link zu betterplace ist nicht da & die Domain hat ein “be” vorne zuviel :-)

  2. Vera Höhne sagt:

    Wow, alle Achtung – ich bin so gerührt, dass es solche tollen Menschen wie Dich und Deine Familie gibt <3

    Und ich habe bis jetzt nur während meines Urlaubs 4 Säcke voller Kleiderspenden (Kleidung, Schuhe, Handtücher, Bettwäsche, Taschen usw.) bei der Caritas-Kleiderkammer abgegeben.

    Bin ja voll berufstätig und versuche jetzt über meinen Arbeitgeber etwas in Richtung Flüchtlingshilfe und ehrenamtliche Hilfe durch alle hier loszustoßen!

  3. Häsin sagt:

    Wunderbare Aktion :-) Toll, dass es so Menschen wie Euch gibt, die einfach helfen ohne groß nachzudenken.

  4. Andrea sagt:

    Danke! Danke, Danke, Danke!

    Ihr seit wunderbar.

    Mein Herz ist nach dem Lesen so schwer und gleichzeitig doch so dankbar, dass es so tolle Menschen gibt wie Euch!

  5. Sarah sagt:

    Wow. Ich heule hier sprachlos ein bisschen vor mich hin. Danke, dass es Menschen wie dich gibt.

    Sarah

  6. fioswelt sagt:

    Ich finde es auch ganz toll was du da machst, großen Respekt. Auch der Bericht ist sehr schön und offen geschrieben!

  7. Kirsten sagt:

    Liebe Lucie!

    Du zeigst uns, wie einfach doch HELFEN ist! Danke dafür und für den Einblick!

    Herzliche Grüße,
    Kirsten

  8. Ich bin zutiefst gerührt und hab die Tränen in den Augen. Danke, wie toll! Und jetzt guck ich auch mal, wie ich helfen kann.
    LG, Yvette

  9. Alexandra Weber sagt:

    Liebe Lucie,
    einfach nur “WOW” & “DANKE” !!!
    LG
    Alexandra

  10. Katrin sagt:

    Ich bin zutiefst berührt von deinem Bericht.
    Toll, dass es doch noch Menschen wie dich gibt, die einfach helfen.
    In Bremen bekomme ich gerade beides mit: eine große Hilfsbereitschaft herrscht auch hier, aber leider auch viel zu viele Stimmen die dagegen wettern. :(

  11. Mamanotes sagt:

    Ich bin ganz geschockt und dankbar dass Du und Deine Freunde so viel Hilfe leisten könnt. Danke

  12. Liebe Lucie,

    ich bin sprachlos. Welcher Einsatz, welches Engagement und Du hast ja so recht.

    Weiter so. Das sollte ein gutes Beispiel für viele viele andere in Deutschland sein.

    Herzliche Grüße,
    Alexandra

  13. Jennifer sagt:

    Danke für Deinen Artikel!

    Er hat bei mir Fragen aufgeworfen.

    Weshalb gibt es keinen Aufstand auf einem Flüchtlingsboot, wenn Kinder über Bord geworfen werden?
    Werden die Flüchtlinge auf den Booten mit Waffengewalt von den Schleppern in Schach gehalten?

    Kann mir jemand diese Fragen beantworten, oder mich auf eine Seite verweisen, wo ich mehr Informationen bekomme.

    Ich bin bestürzt.

    • Lisa sagt:

      Das liegt daran das sie alle Angst haben. Die weinenden Kinder werden über Bord geworfen, nicht weil sie nerven, sondern weil das Boot so (schneller?) entdeckt werden könnte. Die haben so viel Angst, dass es eventuell zurück gehen müsste, oder es sonstige Strafen gibt, dass sie nichts tun, sie wollen ihr eigenes Leben retten. Unter Angst ist man gelähmt und weiß Gott, was die schon hinter sich haben :(

      • Jennifer sagt:

        Danke für Deine Antwort!

        Ich bin mir sehr sicher, dass ich in einem solchen Fall hinterher springen würde.
        Und wenn nicht, wäre ich für den Rest meines Lebens schwerst depressiv.

        Es ist schlimm, schlimm, schlimm. Undenkbar!

        • Suza sagt:

          Hallo,

          ich finde es auch sehr schlimm und wäre wie in deinem Fall auch mein Leben lang depressiv und gerade deswegen kann ich es nicht verstehen, warum man dann (über einen Hund) lachen kann, obwohl man noch kurz vorher sein Kind auf so tragische Weise verloren hat…hmmm.. Leider habe ich im Bekanntenkreis SEHR viele die es LEIDER ausnutzen um hier in D bleiben zu können (obwohl von Krieg und sonstiges keine Spur). Könnte jetzt Romane schreiben aber ich lasse es lieber :)
          Für die Menschen, die WIRKLICH flüchten mussten, tut es mir von Herzen leid :(
          Und Respekt an alle die geholfen haben bzw. weiterhin helfen.
          Freundliche Grüße
          Suza

          • Christine sagt:

            Liebe Suza,
            ich habe leider gerade erst jetzt diese Homepage hier entdeckt und deswegen die späte Reaktion auf deinen Post.

            Ich bin Ärztin in einer Psychiatrie. Warum Frauen über Hunde lachen, nachdem ihre Kinder von fremden Männern ins Meer geworfen wurden? … Weil Traumatisierungen durch das Unterbewusstsein solange verdrängt und in Schach gehalten werden, bis der Mensch sich wieder in rel. Sicherheit befindet. Dies ist ein Schutzmechanismus unserer Seele, der dafür sorgt, dass wir uns unter dem unglaublich großem seelischen Leid in einer akut lebensbedrohlichen Situation nicht weiter gefährden. Das Leid wird von unserem Bewusstsein abgesplaten, damit wir die Realität irgendwie ertragen können…Weil diese Menschen sonst schon längst gestorben wären, sei es aus körperlichen oder seelisch Gründen….

            Kennst du das: Du hast Stress auf Arbeit und wirst in den ersten Tagen des Urlaubs krank? Das ist ein ähnliches Prinzip, nur in viel abgeschwächterer Form. Unser Körper und genauso unser Geist reißen sich so lange zusammen, bis sie es sich erlauben können, Luft zu holen.

            Diese Menschen, die gerade erst in der Erstaufnahmstelle angekommen sind, sind noch nicht in Sicherheit. Damit besteht der Schutzmodus weiter.

            Die Traumatisierungen werden erst in ein paar Wochen, Monaten ode Jahren relevant werden. Das bedeutet aber längst nicht, dass diese Menschen nicht tagtäglich leiden.

            Hoffe, dass ich für etwas Verständnis haben sorgen können.
            Liebe Grüße
            Christine

          • Liebe Christine, Ganz herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Ich wollte auch schon längst antworten, aber es ist im Wirrwarr untergegangen. Ich merke jetzt bei denen, die wir seit 4 Wochen betreuen und die jetzt in Wohnungen untegebracht sind, dass sie als erstes Mal krank werden und dann anfangen zu erzählen… das ist ein langer Prozeß und eine Dose mit vielen unbekannten Würmern!
            Herzlich,Lucie

  14. Maria sagt:

    Wer koordiniert die kurzfristige Aufnahme der Flüchtlinge? Wir haben auch noch Kapazitäten (Platz).

  15. Liebe Lucie,

    DANKE.

    Danke für diesen Artikel, für Deinen Einsatz und für das Erzählen dieser schrecklichen Ereignisse. Diese öffnen einem immer und immer wieder die Augen.

    Welch unvorstellbare Dinge die Menschen erleben müssen und erlebt haben – das ist einfach absolut unglaublich. Und das sollte niemand erleben müssen.

    Viele Grüße,
    Vanessa

  16. Andrea sagt:

    Ich lass mal ein ❤️ da. Zu mehr bin ich gerade nach der Geschichte mit den laut-weinenden Kindern auf dem Boot nicht fähig…

  17. MiA sagt:

    Wunderbar, was ihr leistet. Bei uns ist es ruhiger, noch, die Flüchtlinge noch nicht angekommen, zum Teil. Überlege, was ich tun kann, wenn es soweit ist, Ideen sind vorhanden.
    Die Geschichte mit dem Kind ist unfassbar und das es bei jeder Fahrt vorkommt. Meine Kinder sind 10 Monate und 5, alleine der Gedanke, endlich auf der Flucht zu sein aus einem so furchtbaren Leben und die Kinder dann zu verlieren, weil sie Kinder sind und weinen… ich muss meine Kinder drücken gehen. Uns geht es viel zu gut hier.

  18. Steffen sagt:

    Einfach nur <3!

    Als Vater von zweien unter 3 zu lesen, was mit weinenden Kindern bei der Überfahrt passiert, störte den Lesefluss für einige Minuten, dafür übernahm ein anderer…
    Von innigstem Herzen: Danke, für das was du tust, wie du es tust, warum du es tust. Wir werden – trotz angespannter familiärer Augenblicklichkeit – uns auch in den nächsten Tagen erkundigen, wie wir konkret und persönlich den Geflüchteten bei uns im Ort helfen können.
    Und Texte wie deiner hier sind mir Motivation und Kraftquelle zugleich.

    Nochmal: <3.

  19. JesSi Ca sagt:

    Ich ringe zwischen Fassungslosigkeit und Hochachtung. Zwischen Stolz einen solchen Menschen zu kennen und Verschämtheit das es uns doch eigentlich viel zu gut geht.

    Wenn jeder nur minimal so viel leisten würde, wie Ihr es da direkt vor Ort tut, dann wäre die Welt um so vieles besser….. dann wäre die Welt wärmer und menschlicher!!!!!!

    Danke!!!!!!!

  20. Jule sagt:

    liebe Lucie Marshall, ich bin tief berührt von deinem Beitrag. Danke, dass es hier in unserem reichen, schönen, friedvollen Land so gute Herzen wie deins gibt. Und Danke, dass du uns diese Geschichte geschenkt hast. Von ganzem Herzen alles Liebe, Jule

  21. Mir kommen die Tränen und ich würde am Liebsten sofort losfahren und helfen. Ich finde es absolut grossartigst, daß Ihr das macht und wir sollten uns alle eine Scheibe davon abschneiden. LG/ Nadine

  22. Nina sagt:

    Hallo Lucie,
    ersteinmal ein großen Danke von ganzem Herzen für deinen Beitrag. Toll das es Menschen wie euch gibt!!
    Hast Du vielleicht einen Kontakt oder eine Anlaufadresse wo man sich erkundigen kann, wenn man Flüchtlinge bei sich zuhause aufnehmen möchte?! Ich würde da gerne mehr zu erfahren. Vielen Dank!!

  23. Saskia sagt:

    Liebe Lucie,

    vielen Dank für das Teilen Deiner Erfahrungen, die so mitten aus dem Leben und so berührend sind!

    Ein wunderbarer Artikel, den ich sofort mal bei Facebook teilen werde, weil er so mehr als lesenswert ist!

    Liebe Grüße nach Berlin

    Saskia

  24. Nina C sagt:

    Ich bin unendlich berührt vom Schicksal dieser syrischen Schwangeren, die ihren Sohn auf so grausame Weise verloren hat. Mir ist bewusst, dass das kein Einzelfall ist, dennoch würde ich gerne wissen ob und wie ich dieser Frau irgendwie helfen kann?
    Nina

  25. Lisa sagt:

    wow, einfach großartig. Ihr seid ein tolles Vorbild und ich hoffe, dass sich noch viel mehr Menschen ein Beispiel daran nehmen <3

  26. Ela sagt:

    Wow, ein wirklich toller Artikel! Bin beeindruckt, wie du dich einsetzt. Das ist wirklich vorbildlich :) Toll, dass es Menschen wie dich gibt!!
    Mach weiter so!
    Alles Liebe,
    Ela

  27. [...] allem das Bild von dem kleinen Jungen, der zu viel weinte und von Schleusern über Bord geworfen wurde beschäftigt mich. Ich muss ständig daran denken, was ich als Mutter in dieser Situation [...]

  28. Nele sagt:

    Ich sitze hier und weine. Ich weine vor Freude und vor schmerz.
    Ich danke euch allen die Ihr Menschen aufnimmt. Danke. Und jetzt kommt das Große ABER ich kann es nicht. Warum? weil ich in einen Braun versächten Haus und gegend Wohne. Und Menschen aufzunehmen die um ihr leben gelaufen sind, um sie dann vielleicht hier unter zu bringen. Erscheint mir mehr als geschmackslos. Nein das bringe ich nicht übers Herz.

    Iich DANKE euch. Danke.

  29. *nane sagt:

    Ich ziehe meinen Hut…..meine Hochachtung für all die Menschen wie Dich, die ohne mit der Wimper zu zucken, einfach nur da sind und helfen, Ihre Bedenken über Bord werfen und so sehr viel gutes tun.

    Wenn es bei uns im Wohnort los geht, bisher sind noch keine Flüchtlinge angekommen, das wird aber demnächst so sein, dann werde ich auch helfen……
    wen diese ganzen schrecklichen Schicksale nicht berühren, dem kann man nicht mehr helfen !

    ganz liebe Grüße
    Nane

  30. Tine sagt:

    Hallo,
    ich wohne in Hamburg St.Pauli und wir haben in den Messehallen seit anfang August eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge.
    Wir würden Eurem Beispiel gerne folgen, sind uns aber unsicher wie wir das umsetzen können (von der rechtlichen und praktischen Seite her).
    Würde mich freuen wenn jemand diesbezüglich mit mir Kontakt aufnehmen würde/könnte und mir erläutern würde wir ihr das gemacht habt..
    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Tine

  31. Granatenmama sagt:

    Danke und ihr seit toll. Es sollte mehr Leute davo geben.

  32. isabel sagt:

    Liebe Luci,
    was für ein wunderbarer Text und noch viel wunderbarer, was ihr getan habt und tut, wie ihr helft und diese wichtigen Geschichten teilt. Ich bin fassungslos und völlig schockiert, vor allem von dem unfassbar traurigen Schicksal der syrischen schwangeren, die ihr Kind auf so tragische Weise verloren hat. Und umso schlimmer, dass dies wohl auf jeder Überfahrt passiert. Die Tränen kann ich nicht mehr zurückhalten, und als Mutter (aber nicht nur deshalb) eines 7monate alten Mädchens kann ich mir gar nicht vorstellen, durch welche Hölle diese und andere Eltern gehen. Wir haben es so unvorstellbar gut hier und sollten alle viel mehr tun! kannst du vielleicht eine Adresse veröffentlichen, an die man sich wenden kann, wenn man noch Kapazitäten hat? ich danke dir!

  33. Isabel sagt:

    Ja, in Berlin. meine Eltern leben allerdings in Nordniedersachsen, aber auch da wäre noch Platz…. Man weiß nur nie, an wen man sich direkt wenden kann?

  34. Belinda sagt:

    oh mein Gott, die Kinder… es ist so unvorstellbar. Ich glaube ich könnte auch mal auf meinem Sofa schlafen und mein Schlafzimmer überlassen, wie funktioniert das denn? Es ist so toll dass Du das machst und ich würde gerne helfen….

  35. [...] so k.o., das er fast kopfüber in der Pasta einschläft. Und dann kommen Freitag ja noch die „Frischlinge.. Früchtlinge.. äh, Flüchtlinge, [...]

  36. [...] die uns ihre eigene Geschichte erzählt und zur Solidarität aufruft gegenüber Flüchtlingen. Eine Lucie Marshall, die Flüchtlinge bei sich aufnimmt und eine eigene Kleiderkammer errichtet hat in ihrem Flur. Da [...]

  37. [...] 3 pakistanische Jungs bei uns #refugeeswelcome – Ein schockierender und zugleich auch berührender Text von Lucie Marshall – Auch die anderen Texte von Tanya zum Thema Lageso und Flüchtlinge sind sehr lesenswert [...]

  38. [...] schnell und euer Karmapunktekonto sprudelt über. 4) Flüchtlinge aufnehmenIch verweise auf Lucie Marshall. Sie hat es einfach [...]

  39. [...] Lucie Marshall hat drei pakistanische Jungs bei sich aufgenommen [...]

  40. [...] las so viele fürchterliche Dinge in den letzten Tagen. Zum Beispiel von einer jungen Frau, die einer Helferin in Berlin sagte, ihren dreijährigen Sohn hätten die Schlepper über Bord [...]

  41. [...] Menschen und ins Meer geworfenen Kindern kann uns einfach nicht kalt lassen. Ich habe den Beitrag von Lucy Marshall gelesen, vor meinem Handy gesessen und geweint. Unerträglich einfach. Wenn ich mit den Kindern im [...]

  42. [...] pakistanische Jungs bei uns #refugeeswelcome von LucieMarschall.com Share this:TwitterFacebookGefällt mir:Gefällt mir [...]

  43. [...] Andrea über die Flucht der eigenen Oma, Lucie erzählt wie sie drei pakistanische Jugendliche bei sich aufgenommen hat, Mareice berichtet von ihrem Einsatz am #LaGeSo in Berlin und Béa hat ihre eigene [...]

  44. [...] Nochmal Flüchtlinge: Einen kleinen Einblick in ihren derzeitigen Alltag gibt uns Bloggerin Lucie Marshall. Sie hat drei junge Flüchtlinge aus Pakistan bei sich zuhause aufgenommen. Ihr Artikel geht unter die Haut und zeigt, dass Menschlichkeit das Wichtigste überhaupt ist. Mitten im Wohlstand vergessen das leider sehr viele. Lucies Artikel findest Du hier: 3 pakistanische Jungs bei uns #refugeeswelcome [...]

  45. [...] hat das Flüchtlingshilfsprojekt Kreuzberg hilft ins Leben gerufen. Lucy Marshall lässt zwei Pakistanis bei sich wohnen, die unglaublich gut kochen können. Bei ihr habe ich zum [...]

  46. [...] halfen. So hat z.B. Mareice vom Kaiserinnenreich ihr Zeit und Arbeit und viele Sachen gespendet und Lucie Marshall hat einfach ihr Zuhause geöffnet. Unsere liebsten Bloggerhebammen und der Hebammenverband haben sich auf den Weg gemacht um [...]

  47. [...] einfach macht, so kann ich sie doch unterstützen und in der zweiten Reihe stehen, wenn sie hilft, Menschen bei sich aufnimmt, Kleiderkammern aus dem Boden stampft und sich wo sie kann einsetzt für die Flüchtlinge in [...]

  48. Claudia sagt:

    Hallo Lucie,

    an wen wende ich mich in Berlin wenn ich Flüchtlinge (kurz- oder auch langfristig) aufnehmen will?

    Danke!

  49. Steffi sagt:

    Großartig! Danke dir für deinen Einsatz und die wunderbar rührende Schilderung deiner Erlebnisse. Schön, dass es Menschen wie dich gibt!

    Lieber Gruß
    Steffi

  50. [...] In den letzten Wochen dominierte ein Thema die Medien- und auch die Bloglandschaft: Flüchtlinge. Nicht irgendwo weit weg, nein, Flüchtlinge hier vor Ort, bei uns. Man laß von Ereignissen und Zuständen, die einen sprachlos und kopfschüttelnd zurück ließen, aufgewühlt, traurig, wütend. Aber man konnte auch von tollen Aktionen lesen, von Menschen, die sich engagieren, die nicht wegschauen, sondern aktiv daran mitwirken, dass sich Menschen nach langer und oft gefährlicher Flucht willkommen fühlen können (ein sehr toller und spannender Einblick z.B. hier). [...]

  51. [...] darauf sitze ich am Lageso und löse mich mit unserem Freund Arthur beim Anstehen ab. Arthur rockt das Leben ‚seiner’ achtköpfigen afghanischen Familie seit 3 [...]

  52. [...] hat das gemacht und schreibt immer wieder ganz autenthisch und bewegend in ihrem Blog darüber. Hier. Und hier. Und hier [...]

  53. [...] Mir wird seit dem Unfall wieder einmal bewusst, dass ich meine Familie nicht wirklich schützen kann. Auf vieles habe ich keinen Einfluss. Und dann merke ich wieder wie sicher wir eigentlich leben und wie geschützt wir eigentlich sind. Denn wenn ich an Eltern denke, die aus Kriegsgebieten fliehen um ihre Kinder zu schützen. Naja und was mit schreienden Kindern auf Schlepperbooten dann passiert ist ja kein Geheimnis mehr. [...]

  54. [...] die Geflüchteten einsetzt. Sie hat auf ihrem Blog schon viel darüber geschrieben, wie sie drei pakistanische Jungs bei sich aufgenommen und was sich alles daraus ergeben hat. Jetzt hat sie zusammen mit [...]

  55. [...] auf der anderen Seite. Ein Text, der mich sehr berührt und nachhaltig beeindruckt hat, ist diese Anekdote aus dem Leben von Lucie Marshall und wie sie drei pakistanische Jungs bei sich aufgenommen hat – und immer noch [...]

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